Rückschlag für den Tierschutz bei Zierfischen und Reptilien – VSFR löst sich auf
Der Verband Schweizer Fisch- und Reptilienauffangstationen (VSFR) stellt per Ende August 2026 seine Tätigkeit ein. Grund dafür ist eine strukturelle Neuorganisation beim Dachverband Schweizer Tierschutz (STS), welche die bisherige Verbandsfunktion des VSFR hinfällig macht. Das Aus verschärft die ohnehin prekäre Situation bei der Unterbringung von Exoten in der Schweiz.
Strukturelle Gründe für das Ende
Der im Jahr 2020 gegründete VSFR fungierte bislang als offizielle Fachsektion des STS. Nach einem tiefgreifenden Reformprozess des STS zwischen 2024 und 2025 sehen die neuen Richtlinien die bisherige Form der Zusammenarbeit nicht mehr vor. Mehrere der dem VSFR angeschlossenen Auffangstationen sind bereits eigenständige STS-Sektionen oder streben einen solchen direkten Anschluss an.
Der VSFR-Vorstand hat die Auflösung an seiner Sitzung vom 17. August 2026 beschlossen. Das verbleibende Verbandsvermögen wird zu gleichen Teilen unter den sechs angeschlossenen Auffangstationen und Tierheimen aufgeteilt. Auch die kleinen Stationen müssen ihre administrativen Prozesse künftig in Eigenverantwortung nach den STS-Richtlinien führen.
Verschärfte Situation bei den Auffangstationen
Die Auflösung des Verbandes trifft ein ohnehin stark belastetes System. Weil die Haltung von Fischen und Reptilien extrem pflegeintensiv und teuer ist, ziehen sich immer mehr regionale Tierheime aus diesem Bereich zurück. Private Auffangstationen können den Ansturm abgegebener oder behördlich beschlagnahmter Tiere kaum bewältigen. Eine Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht.
Über den VSFR:
Der Verband Schweizer Fisch- und Reptilienauffangstationen (VSFR) setzte sich seit seiner Gründung für den Schutz und die Unterstützung von Auffangstationen für Fische und Reptilien in der Schweiz ein. Er koordinierte die Hilfe für behördlich beschlagnahmte sowie von Privaten abgegebene Exoten.
Medienkontakt:
Hans Gonella
Vorstandsmitglied VSFR
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